Südindien – Chennai nach Kochi
15-tägige Radreise von Küste zu Küste
Eine Reise unseres Veranstalters Chalo! Reisen Buchen Sie diese Reise hier!
Reisebericht
"Wir radeln von Chennai in Tamil Nadu quer durch Südindien über die Westernghats bis zur Hafenstadt Kochi in Kerala. Diese Radreise ist eine klassische Tour, die sich auf antike Tempel, historische Denkmäler, malerische Ziele, Dorfleben und Kultur konzentriert. Die Tour bietet auch eine ideale Gelegenheit, die malerische Landschaft von Kerala zu erleben und mit den warmherzigen Südindianern zu interagieren, die spezielle Chettinadu-Küche zu probieren, südindische Thali-Gerichte zu genießen, Idli und Sambar zu kosten und klassische Architektur und Tanz zu erleben. Die Tour startet in Mahabalipuram, an der Südostküste Indiens und endet in der historischen Stadt Fort Kochi an der Südwestküste."
Unser Inhaber Mario Hirt hat sich auf den Weg gemacht und diese Reise für Sie getestet - nachfolgend der Reisebericht von dieser spannenden Tour! Bald mehr!
1. Tag Mein erster Reisetag nach Indien/ Chennai
Der Flug von Frankfurt über Abu Dhabi bis nach Chennai in Indien war für mich sehr angenehm und entspannt. Alles verlief reibungslos, von Check-in bis zur Ankunft am Zielort. Die Umsteigezeit in Abu Dhabi war gut organisiert und stressfrei. Auch der Service an Bord war durchweg freundlich und komfortabel. Insgesamt war es eine sehr gemütliche und positive Reiseerfahrung. Chennai ist die Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Tamil Nadu und eine der größten Städte des Landes. Die Stadt liegt direkt am Golf von Bengalen und ist bekannt für ihren langen Sandstrand, den berühmten Marina Beach. Chennai verbindet moderne Großstadt mit traditioneller Kultur – prächtige Tempel, koloniale Bauwerke und lebendige Märkte prägen das Stadtbild. Besonders bedeutend ist die Stadt als Zentrum der tamilischen Kultur, Musik und Tanzkunst. Auch wirtschaftlich spielt Chennai eine wichtige Rolle, vor allem in der Automobil- und IT-Industrie. Trotz des geschäftigen Lebens hat die Stadt eine warme, gastfreundliche Atmosphäre, die Besucher schnell in ihren Bann zieht.
Wir verbrachten einen intensiven und erlebnisreichen Tag in Chennai, der uns die Vielfalt dieser faszinierenden Stadt näherbrachte. Am Morgen starteten wir im historischen Fort St. George und tauchten dort in die koloniale Vergangenheit ein. Anschließend besuchten wir den lebhaften Stadtteil Mylapore und bestaunten den farbenprächtigen Kapaleeshwarar Temple, der uns mit seiner besonderen Atmosphäre beeindruckte.
Danach gingen wir zur San Thome Basilica, wo wir einen ruhigen Moment direkt am Meer genießen konnten.
Zur Mittagszeit probierten wir ein traditionelles südindisches Thali und waren begeistert von der Vielfalt der Aromen. Am Nachmittag zog es uns an den Marina Beach, wo wir entlang der Küste spazierten und das bunte Treiben beobachteten. Später suchten wir etwas Ruhe und fuhren weiter zum Elliot’s Beach, der deutlich entspannter war und sich perfekt zum Verweilen eignete.
Am Abend gönnten wir uns eine entspannende Massage, die nach dem erlebnisreichen Tag genau das Richtige war. Anschließend trafen wir unsere Reiseleiter, mit denen wir den Tag noch einmal Revue passieren ließen und spannende Einblicke sowie Tipps für die weitere Reise erhielten. Zum Abschluss ließen wir den Abend in angenehmer Atmosphäre ausklingen und genossen noch einmal die besondere Stimmung dieser lebendigen Stadt.
Tag 3: Mahabalipuram & Pondicherry – beeindruckende Zeugnisse vergangener Zeiten
Am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Mahabalipuram. Schon bei unserer Ankunft waren wir beeindruckt von der besonderen Atmosphäre dieses historischen Ortes.
Die Tempelanlagen aus der Zeit der Pallava-Dynastie faszinierten uns durch ihre Detailfülle und ihre monumentale Bauweise. Besonders die aus einem einzigen Felsen gehauenen Pancharathas und der direkt am Meer gelegene Küstentempel hinterließen einen bleibenden Eindruck bei uns. Auch die gewaltigen Reliefdarstellungen erzählten Geschichten aus längst vergangenen Jahrhunderten und ließen uns tief in die Geschichte eintauchen.
Ein besonderes Erlebnis war es für uns, die traditionelle Steinmetzkunst hautnah zu erleben. Wir konnten beobachten, wie erfahrene Handwerker mit großer Präzision kunstvolle Skulpturen erschaffen – ein lebendiges Erbe, das bis heute weitergeführt wird.
Am Nachmittag besuchten wir Auroville, einen Ort, der uns auf ganz besondere Weise berührt hat.
Auroville ist weit mehr als eine Siedlung – es ist eine internationale Gemeinschaft, die sich dem friedlichen Zusammenleben und nachhaltigen Leben verschrieben hat. Im Zentrum steht das beeindruckende Matrimandir, das eine besondere Ruhe ausstrahlt.
Wir nahmen uns bewusst Zeit, um die Atmosphäre dieses einzigartigen Ortes auf uns wirken zu lassen – ein wohltuender Kontrast zum kulturell geprägten Vormittag.
Am Abend erkundeten wir Pondicherry, das uns mit seinem ganz eigenen Charme begeisterte.
Beim Spaziergang durch das französische Viertel fühlten wir uns fast wie in Europa: farbenfrohe Häuser, ruhige Straßen und eine entspannte Atmosphäre prägten das Bild. Besonders schön war der Weg entlang der Promenade am Meer, wo wir den Tag gemeinsam ausklingen ließen.
Alternativ bot sich auch die Möglichkeit, im Hotel zu entspannen oder durch die lebhaften Märkte zu schlendern.
? Unser Fazit
Dieser Tag war für uns eine gelungene Kombination aus Geschichte, Natur und besonderen Eindrücken. Die eindrucksvollen Tempelanlagen von Mahabalipuram, die malerische Küstenfahrt und das einzigartige Flair von Pondicherry machten diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Tag 4: Radfahren nach Chidambaram – Tanz, Tempel und Küstenleben![]()
Der Tag begann früh am Morgen mit einer kurzen Fahrt aus der Stadt hinaus, um dem Verkehr zu entgehen. Schon bald saßen wir im Sattel und starteten unsere eigentliche Etappe in Cuddalore. Die Luft war noch angenehm frisch, und die ersten Sonnenstrahlen tauchten die Landschaft in ein warmes Licht. Unsere Route führte uns über ruhige, flache Straßen entlang derKüste. Immer wieder passierten wir kleine Fischerdörfer, in denen der Alltag bereits in vollem Gange war. Fischer bereiteten ihre Netze vor, Kinder spielten am Straßenrand und der Duft von Meer und Salz lag in der Luft. Ein besonderer Moment war die Überquerung des Kollidam-Flusses, der sich träge Richtung Bucht von Bengalen schlängelt. ?? Die Weite der Landschaft und die Gelassenheit des Lebens hier wirkten fast meditativ. Nach rund vier Stunden im Sattel erreichten wir schließlich Chidambaram. Der Thillai Nataraja Tempel beeindruckte uns tief – nicht nur durch seine Größe, sondern vor allem durch seine kulturelle Bedeutung. Die Wandmalereien mit den 108 Tanzhaltungen machten deutlich, wie eng Religion und Kunst hier verbunden sind. Am Nachmittag durften wir selbst in diese Welt eintauchen: In einer traditionellen Tanzschule erhielten wir einen Einblick in Bharatanatyam. ?? Die Eleganz und Ausdruckskraft dieser Tanzform zu erleben – und selbst zu versuchen – war ein unvergessliches Erlebnis.
Tag 5: Durch das fruchtbare Land nach Thanjavur
Heute führte uns die Strecke durch eine der fruchtbarsten Regionen Südindiens. Entlang von Bewässerungskanälen radelten wir durch weite Reisfelder, vorbei an kleinen Tempeln und mächtigen Banyan-Bäumen, die Schatten spendeten.
Besonders eindrucksvoll war zu sehen, wie der Cauvery-Fluss das Leben der Menschen prägt. Überall wurde gearbeitet – auf den Feldern, an den Kanälen, in kleinen Dörfern. Nach etwa 60 Kilometern im Sattel ging es per Transfer weiter nach Thanjavur.
Dort erwartete uns eines der architektonischen Highlights der Reise: der Brihadiswara-Tempel. Seine gewaltige Bauweise, die perfekte Symmetrie und die detailreichen Skulpturen zeugen von der beeindruckenden Baukunst der Chola-Zeit. Man spürt sofort die spirituelle Bedeutung dieses Ortes.
Tag 6: Chettinadu – Zwischen Tradition und Geschmack![]()
Nach dem Frühstück brachen wir auf in Richtung Chettinadu. Die Landschaft veränderte sich leicht – weiterhin flach, aber geprägt von endlosen Reisfeldern und Eukalyptusbäumen.
Nach unserer Etappe erreichten wir das kulturelle Zentrum der Chettiyars. Die prächtigen Herrenhäuser spiegeln den einstigen Reichtum dieser Händlergemeinschaft wider. Am Abend erkundeten wir die Straßen bei einem entspannten Spaziergang.Besonders beeindruckend war jedoch die Küche: intensiv, würzig und voller Aromen. Bei einer Kochdemonstration konnten wir hautnah erleben, wie die typischen Masalas frisch zubereitet werden. Ein kulinarisches Erlebnis, das lange in Erinnerung bleibt.
Tag 7 & 8: Madurai – pulsierende Tempelstadt![]()
Die Fahrt nach Madurai führte uns durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit kleinen Dörfern, Tempeln und sogar Steinbrüchen. Nach der Ankunft gönnten wir uns zunächst etwas Ruhe, bevor wir am nächsten Tag die Stadt erkundeten.
Mit Tuk-Tuks ging es durch das lebendige Madurai. ?? Der Meenakshi-Tempel war schlicht überwältigend: farbenprächtig, riesig und voller Leben. Im Anschluss tauchten wir in das bunte Treiben der Märkte ein und probierten verschiedene Dosas – frisch, knusprig und unglaublich lecker.
Tag 9 & 10: Thekkady – Natur, Gewürze und Wildnis
Die Landschaft wurde zunehmend tropischer. Kokosplantagen, Weinberge und kleine Tempel begleiteten unseren Weg. In Thekkady angekommen, besuchten wir eine Gewürzplantage. Hier erfuhren wir, wie Pfeffer, Kardamom und andere Gewürze angebaut und verarbeitet werden. Am nächsten Tag stand ein echtes Abenteuer auf dem Programm: eine Wanderung im Periyar Tiger Reserve. Gemeinsam mit einem lokalen Guide erkundeten wir die beeindruckende Natur – mit etwas Glück konnten wir sogar Wildtiere beobachten. Am Abend rundete ein gemeinsamer Kochkurs den Tag perfekt ab.
Tag 11: Aufstieg nach Vagamon
Heute wurde es deutlich anspruchsvoller. Die Strecke führte uns in die Hügel der Western Ghats. Kurvenreiche Straßen, Teeplantagen und spektakuläre Ausblicke machten diese Etappe zu einer der schönsten der gesamten Reise.
Vagamon begrüßte uns mit frischer Luft, grünen Hügeln und einer unglaublichen Ruhe. Am Abend genossen wir die entspannte Atmosphäre und den Blick auf die nebelverhangenen Berge.
Tag 12: Abfahrt in die Backwaters
Heute ging es überwiegend bergab durch abwechslungsreiche Landschaften mit Plantagen und kleinen Dörfern. Unser Ziel war das Backwater-Gebiet bei Alleppey. Am Nachmittag erkundeten wir das Dorfleben – einfach, authentisch und herzlich. Märkte, kleine Läden und Begegnungen mit Einheimischen machten diesen Tag besonders intensiv.
Tag 13 & 14: Backwaters und Marari Strand
Der Morgen begann mit einem besonderen Erlebnis: Kajakfahren durch die ruhigen Backwaters. Das Leben spielte sich direkt am Wasser ab – Fischer, spielende Kinder, Vögel auf der Jagd.
Später setzten wir unsere Fahrt Richtung Marari Beach fort. Unterwegs lernten wir in einer Kokosfabrik die vielseitige Nutzung der Kokosnuss kennen. Am Strand angekommen, hieß es: entspannen. Ob Yoga, Kampfkunst oder einfach nur das Rauschen des Meeres genießen – diese Tage waren pure Erholung.
Tag 15: Fort Kochi – Geschichte trifft Gegenwart ![]()
Die letzte Etappe führte uns entlang der Küste nach Fort Kochi. Die koloniale Geschichte ist hier überall spürbar: alte Gebäude, kleine Gassen und die berühmten chinesischen Fischernetze.
Am Abend erlebten wir eine traditionelle Kathakali-Tanzaufführung – ein beeindruckendes Zusammenspiel aus Mimik, Kostüm und Musik.
Tag 16: Abschied von Südindien
Heute endet unsere Reise. Mit unzähligen Eindrücken, intensiven Begegnungen und wunderschönen Landschaften im Herzen nehmen wir Abschied. Diese Tour war weit mehr als nur eine Radtour – sie war ein tiefes Eintauchen in Kultur, Natur und Lebensweise Südindiens.
letzte Änderung: 23.04.2026

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