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So gelingen Bahnreisen mit dem Fahrrad

Wer mit dem Fahrrad verreisen möchte, muss sich natürlich auch Gedanken um den Transport machen. Nicht immer startet man direkt von der Haustür aus. Bahnfahren ist an dieser Stelle eine besonders günstige Möglichkeit, um an sein Ziel zu kommen. Doch nicht in jedem Zug ist eine Fahrradmitnahme möglich. Vor allem zu den Stoßzeiten kann es außerdem auf manchen Strecken so voll sein, dass Sie das Fahrrad im Nahverkehr gar nicht mitnehmen können. Was genau ist also zu beachten, wenn Sie mit dem Fahrrad in der Bahn unterwegs sind? Und wie planen Sie die Reise so, dass Sie möglichst unkompliziert an Ihr Ziel kommen?

Die beste Zugverbindung finden

Wenn das Ziel klar ist, gilt es, die schnellste und günstigste Verbindung zu finden. Hierfür ist die Bahnauskunft der Deutschen Bahn eine hilfreiche Anlaufstelle. Über die Auskunft können Sie auch in Erfahrung bringen, bei welchen Zugverbindungen eine Fahrradmitnahme möglich ist. Im ICE beispielsweise darf man keine Räder transportieren, da die Platzverhältnisse im Zug zu knapp sind. Daher kommen vor allem IC-Züge und Regionalbahnen beziehungsweise Regionalexpresse in Frage. Außerdem müssen Sie zusätzlich zum regulären Ticket auch eine Fahrkarte für Ihr Fahrrad kaufen. Bei der Deutschen Bahn kosten diese im Nahverkehr etwa sechs Euro für eine einfache Fahrt und sind für den ganzen Tag gültig. Wenn Sie anschließend noch im Stadtverkehr unterwegs sind, ist die Fahrradmitnahme oft auch in U-Bahnen und S-Bahnen möglich. Diese haben in der Regel spezielle Abteile dafür, die von außen gekennzeichnet sind. Bedenken Sie jedoch, dass Sie das Fahrrad nur im Nahverkehr transportieren dürfen, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Hier gilt es also, die Rush Hour zu vermeiden.

Rechtzeitig planen und buchen

Planen Sie die Reise so, dass Sie bestenfalls einige Wochen vor Ihrem Abreisetermin die Fahrkarten buchen können. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass die Verfügbarkeit eines Fahrradstellplatzes garantiert ist. Es spart auch bares Geld. Etwa zwei Wochen vor Abreise haben Sie in der Regel gute Chancen, noch einen der beliebten Sparpreise zu ergattern. Je näher der Termin rückt, umso wahrscheinlicher ist es, dass die begrenzten Sparpreise bereits ausverkauft sind. Ist nur noch eine Woche Zeit, können Sie versuchen, morgens vor 6 oder abends nach 20 Uhr noch besonders günstige Tickets zu bekommen. Außerdem hängt der Fahrpreis auch von Wochentag und Uhrzeit ab. Optimal ist es übrigens, Direktzüge zu buchen. So vermeiden Sie es, dass Sie die schweren Fahrräder unnötig häufig über Bahnsteige tragen und in beziehungsweise aus dem Zug hieven müssen. Vor allem, falls Sie mit E-Bikes unterwegs sind, könnte das zum Problem werden. Lässt sich das Umsteigen gar nicht vermeiden, planen Sie mindestens zehn bis 15 Minuten dafür ein.

Fahrradmitnahme im europäischen Ausland

Wenn Sie eine Fahrradreise planen, müssen Sie sich nicht auf Deutschland beschränken. Auch die europäischen Nachbarländer bieten viele wunderschöne Radwege. Glücklicherweise ist es in ganz Europa möglich, das Fahrrad in der Bahn zu transportieren. Die Regeln sind dabei in vielen Ländern ähnlich. Für die meisten europäischen Züge gilt, dass ein Klapprad kostenlos im Handgepäck transportiert werden darf. Insbesondere bei den Zuggesellschaften Thalys, TGV, TER, Lyria, Eurostar, ITALO und anderen ist das möglich. Fahrräder, die nicht zerlegt oder zusammengeklappt werden, können in TGV, TER und Eurostar reservierungspflichtig mitgenommen werden. Die Reservierung erfolgt gleichzeitig mit der Buchung des Bahntickets. Auch hier gilt, dass teilweise in den Stoßzeiten kein Platz für Fahrräder ist oder diese dann schlichtweg nicht transportiert werden dürfen. Sollte die Fahrradmitnahme Ihnen zu kompliziert sein, können Sie alternativ auf ein Leihrad am Urlaubsort zurückgreifen. So sparen Sie sich das Tragen am Bahnsteig und haben dennoch die Möglichkeit, schöne Touren zu unternehmen.

Die Räder im Zug sicher verstauen

Beim Verstauen der Räder ist darauf zu achten, sich an die jeweiligen individuellen Vorgaben des Zuges zu halten. Grundsätzlich gilt, dass es immer Bereiche gibt, die frei bleiben müssen. Das sind insbesondere die Einstiegsbereiche und Seitengänge. Die Fahrräder werden an speziell dafür vorgesehenen Halterungen aufgehängt oder abgestellt. Achten Sie dabei darauf, Ihr Fahrrad anzuschließen, jedoch ohne dass fremden Räder der Platz verstellt wird. Nahverkehrszüge haben meist spezielle Mehrzweck-Abteile, in denen auch Fahrräder Platz finden. Stellen Sie Ihr Fahrrad immer so ab, dass andere Fahrgäste nicht beim Ein- und Aussteigen behindert werden. Sind mehrere Räder im Abteil verstaut, ist es hilfreich, sich bezüglich der Ausstiegsreihenfolge abzustimmen. So kommen Sie beim Aussteigen nicht in Zeitdruck, weil erst die Räder sortiert werden müssen.

letzte Änderung: 09.11.2021