Spanien

Spanischer Jakobsweg 15 Tages-Tour I

geführte Tour(en):

Per Fahrrad auf dem Weg der Erfüllung!

Viele Millionen Menschen machten sich bereits auf den rund 800 km langen Weg, der quer durch Europa und speziell durch Spanien führt. Kommen auch Sie mit uns und erleben Sie auf dem jahrhunderte alten Pilgerweg eine einzigartige Mischung aus historischen Bauwerken, reizvoller Natur und fremden Kulturen. Treffen Sie dabei andere Wegbegleiter zu Fuß oder per Rad. Besuchen auch Sie, wie bereits tausende Pilger vor Ihnen, das Grab des Apostels Jakobus und besichtigen Sie in Finisterre das "Ende der Welt".

1. Tag München – Bilbao – Pamplona
2. Tag Pamplona – Estrella ca. 60 Rad-KM
3. Tag Estrella – Logrono – Navarrete ca. 55 Rad-KM
4. Tag Navarrete – Santa Domingo – Villamayor del Rio ca. 70 Rad-KM
5. Tag Villamayor del Río – Burgos ca. 75 Rad-KM
6. Tag Burgos – Fromista ca. 70 Rad-KM
7. Tag Fromista – Sahagún ca. 60 Rad-KM
8. Tag Sahagún – Leon ca. 55 Rad-KM
9. Tag Leon – Rabanal del Camino ca. 70 Rad-KM
10. Tag Rabanal del Camino – Ponferrada – Villafranca del Bierzo ca. 65 Rad-KM
11. Tag Villafranca del Bierzo – Portomarin ca. 95 Rad-KM
12. Tag Portomarin – Melide ca. 75 Rad-KM
13. Tag Melide – Santiago de Compostela ca. 55 Rad-KM
14. Tag Santiago de Compostela – Cabo Fisterra ca. 85 Rad-KM
15. Tag Santiago de Compostela – München

1. Tag: München – Bilbao – Pamplona
Transfer zum Flughafen München. Flug von München nach Bilbao. Nach der Ankunft am frühen Abend erwartet uns der Bus, der uns zu unserem Hotel nach Pamplona bringt. Abendessen und Übernachtung.

2. Tag: Pamplona – Estrella (ca. 60 Rad-KM)
Als erstes werden wir heute Pamplona bei einem Stadtrundgang etwas näher kennenlernen. Alljährlich zwischen dem 06. und 14. Juli findet hier die "Sanfermines" statt. Höhepunkt dieser großen Fiesta ist das tägliche "Encierro" – die große Hetzjagd der Stiere durch die Stadt bis in die Arena, wo dann die Stierkämpfe stattfinden. Regelmäßig tragen die Stiertreiber schwere Verletzungen von dieser Hatz davon, seit 1900 starben sogar bereits 15 Personen. Doch Pamplona hat noch mehr zu bieten. So zum Beispiel die Kathedrale, die im reinsten gotischen Stil gehalten ist oder auch der schöne Taconera-Park und die Plaza San Francisco, die zum spazieren gehen einladen. Nach diesem Streifzug verlassen wir Pamplona mit unserem Rad und machen uns auf Richtung Estrella. Wir passieren die Ortschaften Uterga, Obanos und Puente la Reina. Die gleichnamige über 100 m lange Brücke über den Fluss Río Arga war im Mittelalter der einzige Übergang über den Fluss. Wir radeln entspannt weiter und können dann bald wunderschöne Ausblicke auf die navarresische Landschaft genießen. In Estrella angekommen haben wir auch schon den ersten Radltag geschafft. Wir fahren zu unserem Hotel für die nächsten beiden Nächte nach Logrono. Abendessen und Übernachtung.

3. Tag: Estrella – Logrono – Navarrete (ca. 55 Rad-KM)
Nach dem Frühstück erfolgt zuerst wieder der Bustransfer nach Estrella. Von hier aus geht es weiter per Rad nach Irache. Gleich neben dem Kloster Santa Maria la Real de Irache befindet sich die Weinkellerei "Bodegas Irache" mit einem Brunnen, an dem sich die Pilger kostenlos mit einem Schluck Wasser oder einem Schluck Wein stärken können. Der Weg führt uns durch Azqueta und Villamayor, Los Arcos und Torres del Rio. Durch die Hügelkette des Cerro Cantábrico, die keine Schwierigkeit darstellt, gelangen wir nach Logrono, im fruchtbaren Tal des Ebro gelegen. Wir befinden uns hier im wirtschaftlichen Zentrum des Weinanbaugebietes Rioja. Durch Weingärten und Felder gelangen wir nach Navarrete, unserem heutigen Tagesziel. Von hier aus bringt uns der Bus das kurze Stück zurück nach Logrono zu unserem Hotel. Abendessen und Übernachtung.

4. Tag: Navarrete – Santa Domingo – Villamayor del Rio (ca. 70 Rad-KM)
Zuerst bringt uns der Bus wieder an das Etappenziel des letzten Tages. Wir verlassen Navarrete in westlicher Richtung und fahren vorbei an Huércanos bis nach Nájera. Der Name der Kleinstadt ist arabisch und bedeutet soviel wie "Zwischen den Felsen". Der Bau des bekannten Benediktinerklosters ist auf ein "Grottenwunder" zurückzuführen. Man sagt, nachdem Garcia el de Nájera, der König von Navarra, einen Falken auf ein Rebhuhn hetzte und später beide friedlich am Fuße einer Marienstatue in einer Grotte fand, baute man an dieser Stelle das Kloster. In Azofra verlassen wir den Jakobsweg und machen einen Abstecher Richtung Süden, um in San Millán de la Cogolla die Klöster Suso und Yuso zu besichtigen. Bis 1878 waren die beiden eine Benediktinerabtei. Seither leben die Augustiner hier, halten das klösterliche Leben aufrecht und kümmern sich um die Erhaltung der Gebäude. Den Rückweg wählen wir über Ciruena, um kurz vor Santa Domingo wieder auf den Jakobsweg zu treffen. Die Stadt, die durch das Hühnerwunder bekannt wurde, ist die Partnerstadt vom deutschen Winnenden. Weiter über Redecilla del Camino und Viloria de Rioja gelangen wir nach Villamajor del Río. Von hier bringt uns unser Bus nach Burgos, wo wir für die nächsten beiden Nächte wohnen. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

5. Tag: Villamayor del Río – Burgos (ca. 75 Rad-KM)

Nach dem Bustransfer zurück nach Villamayor schwingen wir uns auf unsere Räder und fahren durch Belorado, Tosantos bis nach Villafranca-Montes de Oca. Vom früheren Glanz existieren nur noch ein Hospiz und die Santiagokirche. In San Juan de Ortega machen wir an der Klosterkirche halt, bevor es auf die letzte Etappe durch Ages und Atapuerca bis zu unserem Hotel nach Burgos geht. Abendessen und Übernachtung.

6. Tag: Burgos – Fromista (ca. 70 Rad-KM)
Als erstes erwartet uns heute eine Besichtigungstour durch Burgos. Die um 850 n. Chr. gegründete Stadt diente als wichtige Befestigung beim Kampf gegen die Mauren. Eine der Sehenswürdigkeiten ist die prachtvolle Kathedrale, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Zuerst über den Pilgerweg und später eine schmale Asphaltstraße gelangen wir nach Hontanas. Weiter vorbei an der romantischen Ruine des Klosters von San Antón, dessen Überbleibsel von einer einst mächtigen Anlage zeugen. Schon von weitem hat man einen wunderbaren Blick auf Castrogeriz mit seiner hoch oben thronenden Burgruine. Über Itero de la Vega und Boadilla del Camino gelangen wir nach Fromista zu unserem Hotel/Pension für die nächste Nacht. Abendessen und Übernachtung.

7. Tag: Fromista – Sahagún (ca. 60 Rad-KM)

Nach dem Frühstück starten wir auf einer ebenen und schnurgeraden Straße, passieren Villarmentero de Campos und gelangen nach Villalcázar de Sigra, was übersetzt soviel heißt wie "Dorf und Burg am Pilgerberg". Inmitten des Dorfes ragt die Santa Mariá la Blanca hoch empor. Erbaut wurde sie wohl Ende des 12. Jahrhunderts im romanisch-gotischen Mischstil als Wehrkirche. Weiter führt uns unsere Tour in das nette Städtchen Carrion de los Condes. Am Ortsausgang kommen wir an dem im Jahre 1077 gegründeten Kloster San Zoilo vorbei. Auf unserem Weg nach Calzadilla de la Cueza fahren wir auf der Via Traina, die von Bordeaux nach Astorga führt. Vorbei an den Orten Ledigos, Moratinos und San Nicolás del Real Camino gelangen wir an unser heutiges Etappenziel – nach Sahagún. Unser Bus bringt uns in unser Hotel für die nächsten beiden Nächte nach Leon. Abendessen und Übernachtung.

8. Tag: Sahagún – Leon (ca. 55 Rad-KM)
Bustransfer nach Sahagún. Wir verlassen die Stadt und radeln durch eine wunderschöne Pappelallee. Die heutige Etappe ist geprägt von Einsamkeit und monotoner Landschaft, aber gerade das hat in der heutigen hektischen Zeit seinen besonderen Reiz. Auf dieser wenig spektakulären Strecke radeln wir durch El Burgo Ranero und Religos bis nach Mansilla de las Mulas. Die im 12. Jahrhundert erbaute Brücke über den Río Elso machte den Ort zu einem wichtigen Pilgerstützpunkt. Fast parallel zur Nationalstraße N601 führt unser Weg bis nach Leon. Hier haben wir etwa die Hälfte des spanischen Jakobsweges geschafft. Am Nachmittag erwartet uns eine Führung durch die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Abendessen und Übernachtung in unserem Hotel in Leon.

9. Tag: Leon – Rabanal del Camino (ca. 70 Rad-KM)

Nach einem kräftigen Frühstück verlassen wir Leon mit unseren Fahrrädern und machen uns auf den Weg. Die Strecke von Leon nach Ponferrada wird auch die Königsetappe genannt. Wir durchqueren das "Ödland", wie die Wildnis hinter Leon genannt wird. Es ist zwar karg, aber alles andere als öde. Vorbei an San Martin del Camino gelangen wir nach Hospital de Orbigo, wo wir eine 200m lange mittelalterliche Brücke bestaunen können. Die Hauptsehenswürdigkeiten in Astorga sind zweifelsohne die aus dem 8. Jahrhundert stammende Kathedrale Santa Maria und der angrenzende Bischofspalast. Auf ruhigen Nebenstraßen geht es weiter bis nach Rabanal del Camino. Von hier aus bringt uns unser Bus wieder für die nächsten zwei Nächte in das Hotel nach Ponferrada. Abendessen und Übernachtung.

10. Tag: Rabanal del Camino – Ponferrada – Villafranca del Bierzo (ca. 65 Rad-KM)
Nachdem uns der Bus zu unserem Ausgangspunkt in Rabanal gebracht hat, starten wir gleich mit den Rädern und fahren zuerst zum Cruz de Ferro. Dies ist ein kleines Eisenkreuz, welches auf einem Baumstamm montiert wurde und in einem Steinhaufen steht. Die Pilger bringen aus der Heimat Steine mit, legen diese dann an dem Kreuz ab und symbolisieren somit das Ablegen ihrer eigenen ”Last”, um sich dann für immer davon zu trennen. Weiter geht es durch den malerischen Ort El Acebo und Riego de Ambros. In Molinaseca geht es über eine romanische Brücke, die über den Fluss Meruelo führt, weiter bis nach Ponferrada. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit hier ist die Templerburg aus dem 12. Jahrhundert. Wir radeln weiter durch die blühende Landschaft des Bierzo bis nach Cacabelos. Hier gibt es in der Kirche Nuestra Señora de la Quinta Angustia eine Kuriosität: dargestellt ist das Jesuskindes mit dem heiligen Antonius beim Kartenspielen. Wir gelangen nach Villafranca del Bierzo, am Fuße der Sierra de Ancares gelegen. Bustransfer zurück nach Ponferrada. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

11. Tag: Villafranca del Bierzo – Portomarin (ca. 95 Rad-KM)

Nach einem kurzen Bustransfer nach Villafranca fahren wir durch die grünen Berge Galiziens bis nach O Cebreiro. Hier in einem der bekanntesten Orte befindet sich die älteste Pilgerkirche am Jakobsweg mit dem berühmten galizischen Gral. Auch Pallozas, strohgedeckte Hütten der Keltiberer kann man hier bestaunen. Vorbei am Pilgerdenkmal auf dem Alto do Poio, wo sich gern Rad-Pilger fotografieren lassen, geht es weiter über Vidueo und Triacastela bis nach Samos. Das Kloster San Xulián y Basilisa de Samos ist ein Klosterkomplex aus dem 16.-18. Jahrhundert im Renaissance- und Barockstil. Von Samos aus fahren wir nordwestlich bis nach Portomarin. Übernachtung in der Umgebung.

12. Tag: Portomarin – Melide (ca. 75 Rad-KM)
Wir verlassen Portomarin, wo 1956 mit dem Bau einer Staumauer begonnen wurde. Da das Wasser des Balesar-Stausees den Ort überflutet hat, errichtete man vorher Portomarin oberhalb auf den Terrassen des Monte do Cristo neu. So wurden historische Bauwerke wie die Kirchen San Nicolas und San Pedro, der Palast des Grafen Mazza sowie ein Brückenbogen der mittelalterlichen Brücke Stein für Stein abgetragen und wieder neu zusammengesetzt. Wenn der Fluss einen niedrigen Pegelstand aufweißt, kann man wieder die Überreste des alten Portomarin sehen. Über die Orte Nespereira und Ligonde gelangen wir nach Palas de Rei und weiter bis nach Melide, wo das geographische Zentrum Galiciens sein soll. Unser Bus bringt uns zurück zum Hotel nach Portomarin. Abendessen und Übernachtung.

13. Tag: Melide – Santiago de Compostela (ca. 55 Rad-KM)
Bustransfer nach Melide. Bei den Pilgern ist der Ort bekannt durch die Pulpería Ezequiel, eine volkstümliche Wirtschaft in der das Hauptgericht Pulpo, also gekochte Tintenfische ist. Die Kraken werden mit der Schere klein geschnitten und mit Olivenöl, Salz und Paprika gewürzt. Nun machen wir uns auf zur letzten Etappe des spanischen Jakobsweges. Ab hier, so sagen die Pilger, setzt der "Santiago Effekt" ein, d. h. das Ziel ist in Reichweite und man bekommt einen Tunnelblick. Wir passieren die Orte Arzúa, Ferreiro und Lavacolla. Von hier aus ist es nicht mehr weit und wir sind in Santiago de Compostela. Am Nachmittag werden wir die Stadt bei einer Besichtigungstour erkunden. Das Ziel eines jeden Pilgers ist wohl die Kathedrale von Santiago de Compostela, die auch auf allen spanischen Cent-Münzen zu sehen ist. Doch man muss sagen, die gesamte Altstadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist sehr sehenswert.

14. Tag: Santiago de Compostela – Cabo Fisterra (ca. 85 Rad-KM)

Der eigentliche Jakobsweg ist zu Ende, aber wir wollen heute noch weiter bis zum Ende der Welt, nach Cabo Fisterra. Eukalyptusbäume begleiten uns auf unserem Weg durch winzig kleine Ortschaften bis nach Negreira. Dies ist die einzige größere Ortschaft in der Umgebung. Weiter geht es auf kleinen Landstraßen bis nach Cabo Fisterra. Für viele Pilger ist das Ende des Jakobsweges erst hier. Die Römer dachten seiner Zeit, dass es westlich von hier keine weiteren Inseln oder Kontinente mehr gibt, deshalb gaben sie diesem Kap den Namen "Das Ende der Welt" oder eben "Cabo Finisterra". Übernachtung in der Umgebung.

15. Tag: Santiago de Compostela – München
Am heutigen Tag erfolgt, nach einer erlebnisreichen Radreise auf dem spanischen Jakobsweg und Eindrücken, die Sie sicher noch lange in Erinnerung behalten werden, Ihr Rückflug von Santiago de Compostela nach München. Bustransfer vom Flughafen zu den Abfahrtstellen.

  • Fahrt im modernen Reisebus
  • Transport der eigenen Fahrräder
  • Begleitbus und Gepäcktransport
  • 14 x Übernachtung / Halbpension in guten bis gehobenen Mittelklassehotels / in Fromista in einer Pension
  • Stadtführung in Pamplona, Burgos, Leon und Santiago de Compostela
  • Radtourenbegleitung
  • Hinflug München – Bilbao inkl. Bustransfer
  • Rückflug Santiago de Compostela – München inkl. Bustransfer
  • Inklusive Flughafengebühren

Preis p. P. im DZ   2195,00 €

Preis p. P. im EZ    2554,00 €

Der ca. 800 km lange Jakobsweg ist eine mittelschwere Radreise, die sich besonders für geübte Radler mit mittlerer Kondition eignet. Die überwiegend hügeligen Strecken verlaufen auf Radwegen, Nebenstraßen, Schotterstraßen und teilweise auch auf dem alten Pilgerweg. Sollte es für jemanden zu anstrengend werden, steht selbstverständlich unser Begleitbus zur Verfügung.

Extra zu bezahlen:
Sonstige Kosten/Eintritte, die nicht in den Leistungen enthalten sind.

Eventuelle Erhöhungen durch Treibstoffzuschläge, Steuern oder Abgaben müssen wir an Sie weitergeben.

Transport der Fahrräder:
Wer sein eigenes Fahrrad mitnehmen möchte, muss dies bis spätestens 15.05.2018 in der Firma Berr verpackt abgeben. Diese werden dann mit einer Spedition nach Spanien gebracht. Der Rücktransport erfolgt mit dem Bus nach der Reise. Die Räder können dann zwei Tage nach Ende der Reise im Betriebsgelände der Firma Berr wieder abgeholt werden.